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Sitten und Bräuche

Tsaagan Sar - Das mongolische Neujahrsfest
Ovoo - heiliger Ort
Tsaagan Sar - Das mongolische Neujahrsfest

Die traditionellen Sitten und Bräuche der Mongolen haben eine lange Geschichte und beeindrucken durch ihre Dauerhaftigkeit. Die Berichte der frühen Reisenden aus dem 13. Jahrhundert und Aufzeichnungen aus dem 19. Jahrhundert stimmen mitunter bis in Einzelheiten überein. Die Mehrzahl der mongolischen Sitten und Bräuche hat viel tiefere Wurzeln als das spezifisch lamaistische Brauchtum. In diesen ältesten Bräuchen finden wir ganz reale und konkrete Gegebenheiten und Erfordernisse des Alltags. Dazu gehört vieles, was mit dem Verlauf des Lebens eines einzelnen Menschen von Geburt und Kindheit, Hochzeit und Ehe, Tod und Bestattung sowie mit dem Ablauf eines Jahres für eine bestimmte Gemeinschaft verbunden ist.

Bis zur heutigen Zeit bewahrte die Mehrheit der Mongolen ihre nomadische Lebensweise, sogar in der Hauptstadt leben viele Menschen weiterhin in Jurten („Ger“), die leicht von Ort zu Ort zu transportieren sind, da dies zu den Sitten & Bräuchen der Mongolei gehört. Eine Jurte ist nach einem einheitlichen Prinzip gebaut: Der Eingang befindet sich immer auf der südlichen Seite, im westlichen Teil der Jurte leben die Männer und werden Gäste empfangen, der östliche Teil dagegen ist für die Frauen und die Küche vorgesehen. Gegenüber dem Eingang wird der familieneigene Altar mit Ikonen und Bildern von Vorfahren platziert. Dabei wird auf eine erstaunliche Sauberkeit viel Wert gelegt. Die das Benehmen in einer Jurte betreffenden lokalen Bräuche und Sitten sind ziemlich verwirrend, deswegen sollte man beim Besuchen einer traditionellen Behausung auf das Verhalten des Hausherren achten (Ein Hausherr, im Gegensatz zu einer Hausherrin, sitzt immer bei den Gästen).