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Individuell und nachhaltig

Reise zu den Adlerjägern bzw. Berkutschis

Individuelle Mongoleireisen

zu den Adlerjägern (Berkutschis)

Die Reisen zu den Adlerjägern bzw. Berkutschis liegen uns, wie die Reisen zu den Tsaatan, sehr am Herzen, denn sie führt sie zu den stolzen, heroischen kasachischen Adlerjäger der Mongolei. Eine Volksgruppe, die hier 1.800 Km westlich der Hauptstadt zuhause ist. Hier in dieser abgeschiedenen Region wartet die Bevölkerung lange auf den Fortschritt der sich in den nächsten Jahren im Land einstellen wird. Wir sind nicht bestrebt auf dieser Reise mit einer großen Gruppe bei den Jägern einzufallen. Die maximale Teilnehmerzahl dieser Reise beschränkt sich auf 4-5 Personen. Aus unserer Erfahrung, ist es bei einer Gruppe mit mehr als 5 Personen nicht mehr möglich, das authentische Leben unserer Gastgeber hautnah mitzuerleben.

Wir haben eine Reiseform entwickelt, die die Adlerjäger an unseren Einkommen aus den Reisen beteiligen lässt.  Unser Konzept sieht vor, die Menschen die im Mittelpunkt unserer Reise stehen, auch finanziell zu beteiligen. Diese ethnischen Minderheiten, die wir auf den Reisen besuchen, leben weitab im mongolischen Altaigebirge im Westen des Landes. Wir haben über viele Jahre sehr gute Kontakte zu den Menschen dort erworben. Sie vertrauen uns, und wir möchten dieses Vertrauen nicht aufs Spiel setzen. Dabei führen wir eine Reise nicht um jeden Preis durch.

Sie als unser Gast profitieren durch die authentischen Reisen, die sie tief in das Alltagsleben der Nomaden vordringen lässt. Und die Nomaden profitieren durch den nachhaltigen Tourismus, den wir zusammen mit unseren Gästen pflegen. Denn weniger ist mehr ! Wir sind nicht bestrebt, große Gruppen von Touristen in diesem empfindlichen Ökosystem "durchzuschleusen". Nein, ganz im Gegenteil. Wir werden mit Ihnen zusammen im kleinen Kreis behutsam mit den dort lebenden Menschen eine sehr unverwechselbare Zeit verbringen. Wir werden in deren Alltagsleben aufgenommen, und sind für eine gewisse Zeit ein Teil davon. 

So achten wir sehr stark darauf, dass von den Reisekosten die sie uns bezahlen auch ein beträchtlicher Betrag genau dort bei den Menschen bleibt, bei denen wir für kurze Zeit ein Zuhause gefunden haben.

Gestatten sie uns auch hier ein offenes Wort: Eine gewisse Art von Abenteuerlust und Improvisationstalent von Ihnen als unser Gast ist Voraussetzung um die Reise zu den Adlerjägern mit uns zu erleben, denn es ist unmöglich sich in diesen Regionen an die genaue Ablaufpläne eines jeden Reisetages zu halten. Einmal bringen uns Wetterumschwünge, das andere Mal die Streckenverhältnisse in diesen entlegenen Winkeln der Mongolei in die Lage improvisieren zu müssen. Ebenso bringen sie die Voraussetzung mit, sich in der Natur und in einem Zelt durchaus zuhause zu fühlen. Dafür erleben sie mit uns die Natur und die Bewohner der Mongolei so autark und direkt, wie sie es sonst nicht könnten.

Der unten zum download stehende Reiseverlauf stellt lediglich eine Reiseempfehlung dar, die wir durch unsere Erfahrung in den letzten Jahren gemacht haben. Es besteht selbstverständlich die Möglichkeit, andere Reiseziele oder Übernachtungsmöglichkeiten nach Ihrer Wahl in dieses Reiseschema vor Reiseantritt aufzunehmen.

Dadurch können wir auch ein bestimmtes Reisebudget einhalten. Auch eine Verlängerung der Reisen auf 3, 4, 5 oder 6 Wochen ist jederzeit machbar. Der Termin der Reise richtet sich voll und ganz nach Ihren Wünschen. Wir führen diese Reise durch, wann immer Sie Zeit haben. Wir wissen auch, wie man Ihr Visum von 4 auf 8 Wochen verlängert ! Kontaktieren sie uns !

Highlights dieser Reise

Berkutschi@odkha-travel.de

Hier geht es zum Reisevorschlag (PDF-Download)

Provinz Baan-Ulgii

Provinzhauptstadt Ulgii

Die Provinz Bayan-Ulgii ist Kasachenland. Hauptstadt ist das kleine, verschlafene Örtchen Ulgii, das in den Bergen des Altaigebirges liegt. Der Hausberg von Ulgii, mit Namen Tsambagarav Uul, ist der zweithöchste Berg der Mongolei.

Die Mongolen, neben weiteren ethnischen Minderheiten, sind in diesem Aimak in der Unterzahl. Hier findet man in den kleinen Siedlungen fast überall Moscheen – ein Hinweis auf die sunnitischen Wurzeln der Kasachen.

Im geographisch westlichsten aller Aimags der Mongolei befindet sich der Altai Tavan Bogd Nationalpark mit dem höchsten Berg der Mongolei, dem Khuiten Uul (Kalter Berg) mit 4.374m Höhe. Diese raue Bergregion ist das Land der Berkutschis, der kasachischen Adlerjäger.

Die Schafe sind hier meist braun, anders als im Rest des Landes. Steinmenschen, die so genannten Babas, die von früheren Turkvölkern in den vergangenen Jahrhunderten in der Mongolei aufgestellt wurden, sind hauptsächlich hier zu finden.

Die Kasachen zählen sich selbst zu den Turkvölkern Zentralasiens. Die Türkei als Staat unterstützt finanziell diverse kulturelle Projekte in diesem Landesteil. 

Schon gewusst ?

In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts unterstellten sich Teile der Kasachen dem russischen Zaren, um unter anderem von ihm Schutz vor Überfällen im Land zu erhalten. Damals kamen erste russische Siedler nach Kasachstan und ließen sich im Land nieder. Dieser Zuzug nahm nach der Annexion Kasachstans durch Russland in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts weiter zu. Kasachen aus den besonders betroffenen Gebieten gingen damals auf der Suche nach neuen Weidegründen für ihre Herden auf Wanderschaft in Richtung Osten.

In den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts migrierten sie in chinesisch beherrschte Gebiete im Westen Chinas. Mit Ausbruch der Oktoberrevolution 1917 und der Zwangskollektivierung in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts in Russland siedelten noch mehr Kasachen in die chinesischen Gebiete, dem heutigen Xinjang, über. Während dieser Zeit wurde die Volksrepublik Mongolei gegründet. Parallel dazu migrierten dann in den 30er und 40er Jahren des 20. Jahrhunderts hunderte Kasachen aus China in die neu gegründete Volksrepublik Mongolei, da es in Xinjang zu Unruhen und Aufständen gegen die neuen und alten chinesischen Machthaber kam.

Diese Aufstände, hauptsächlich zwischen Chinesen und der Volksgruppe der muslimischen Uiguren, sind bis heute nicht unter Kontrolle und flackern immer wieder blutig auf. Im Jahre 1940 wurde dann schließlich auf mongolischer Seite der Aimag Bayan-Ulgii gegründet und die Kasachen wurden offiziell mongolische Staatsbürger. Nach dem Zerfall der Sowjetunion hatte die Republik Kasachstan im Oktober 1991 ihre Unabhängigkeit erklärt. Aufgrund der ökonomischen Krise in der Mongolei zu dieser Zeit begannen zahlreiche Kasachen, die Mongolei in Richtung Kasachstan zu verlassen. Teilweise wandern aktuell noch Kasachen aus der Mongolei nach Kasachstan aus. Ein Großteil von ihnen ist aber bereits wieder in die Mongolei zurückgekehrt.

Bei den Adlerjägern bzw. Berkutschi im mongolischen Altaigebirge

Auf Jagd und Tuchfühlung mit den Adlerjägern bzw. Berkutschi im Altai